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Schwertransport Berlin

Ein Wertschutzschrank mit 480 Kilo im dritten Stock eines Gründerzeit-Altbaus in Prenzlauer Berg, das Treppenhaus keine 90 Zentimeter breit, die Stufen ausgetreten und die Handläufer locker. Für so einen Auftrag reicht kein Sackkarren und keine zweite helfende Hand. Genau hier fängt bei uns der Schwertransport an: wenn Gewicht, Maße oder Materialwert eines Einzelstücks über das hinausgehen, was ein normaler Umzugstrupp mit Bordmitteln bewegen kann.

Wir bewegen solche Stücke seit Jahren durch Berlin, vom engen Hinterhaus in Kreuzberg bis zur Villa im Grunewald. Nicht als Straßen-Sondertransport mit Blaulicht, sondern als das, was die meisten Kunden wirklich brauchen: ein einzelnes, schweres oder sperriges Objekt sicher von A nach B, oft über Treppen, durch enge Türen und um Wendeltreppen herum.

Wann ein Transport zum Schwertransport wird

Der Begriff ist im Alltag weiter gefasst als in der Straßenverkehrsordnung. Für einen Kunden ist der Transport schon dann „schwer“, wenn ein Stück zu massiv ist, um es zu zweit die Treppe hochzutragen, oder so unhandlich, dass es durch keinen normalen Türrahmen passt. Diese Objekte teilen sich meist eines: Ein Fehler kostet nicht nur das Möbelstück, sondern schnell auch das Treppenhaus, den Parkettboden oder die Bandscheibe.

Typisch sind Tresore und Wertschutzschränke ab etwa 200 Kilo, Klaviere und Flügel, massive Marmor- und Natursteinplatten für Küchen und Bäder, große Werkstatt- und Produktionsmaschinen, überbreite Sideboards und Kleiderschränke aus Massivholz sowie empfindliche Kunstobjekte und Skulpturen. Bei all dem geht es weniger um reine Muskelkraft als um die richtige Technik, einen sauberen Plan und Leute, die wissen, wie sich ein 300-Kilo-Stück auf einer abgetretenen Stufe verhält.

Wichtig zur Ehrlichkeit vorweg: Echte Groß- und Sondertransporte auf der Straße, also Fahrten mit Überbreite oder Übergewicht, die eine behördliche Genehmigung und teils Begleitfahrzeuge brauchen, sind nicht unser Standardgeschäft. So etwas wickeln wir nur nach Absprache und in Abstimmung mit spezialisierten Partnern ab. Was wir Tag für Tag selbst machen, ist der schwere Objekttransport innerhalb und zwischen Gebäuden, inklusive der kniffligen Meter durchs Haus.

Drei Fälle aus dem Berliner Alltag

Der Tresor im Hinterhaus

Ein Wertschutzschrank verzeiht keine Improvisation. Bei einem Auftrag in Charlottenburg mussten wir einen 520-Kilo-Tresor aus dem Erdgeschoss durch einen engen Hausflur ins Fahrzeug bringen. Solche Kolosse laufen nicht auf einer normalen Sackkarre, sondern auf schwerlasttauglichen Rollfahrwerken und Panzerrollen, die die Last auf den Boden verteilen. Vorher legen wir den Weg mit Fahrplatten aus, damit der Fliesenboden im Flur nicht bricht. Für die Stufen an der Haustür kommt ein elektrischer Treppensteiger zum Einsatz, der das Gewicht kontrolliert Stufe für Stufe absetzt, statt es tragen zu müssen.

Flügel über die Wendeltreppe

Klaviere und Flügel sind schwer und dazu extrem empfindlich an Mechanik und Lack. Ein Stutzflügel wiegt gut und gern 300 Kilo, verteilt auf drei Beine, die einzeln abgenommen werden. Wir kippen das Instrument auf einen gepolsterten Flügelschlitten, sichern es mit Gurten und führen es hochkant durch Türen, die eigentlich zu schmal wirken. Wenn das Treppenhaus zu eng ist, geht der Flügel gar nicht über die Treppe, sondern durchs Fenster, per Außenaufzug. Details dazu, wie wir Instrumente transportieren, haben wir auf unserer Seite zum Klaviertransport zusammengestellt.

Die Maschine aus der Werkstatt

Bei Maschinen kommt zum Gewicht die Statik der Sache dazu. Eine kopflastige Drehbank oder eine Standbohrmaschine muss so verzurrt werden, dass der Schwerpunkt beim Kippen und Rollen nie ausbricht. Für einen Handwerksbetrieb in Neukölln haben wir eine 650 Kilo schwere Maschine aus einer Souterrain-Werkstatt geholt: erst mit Hydraulik-Hebern angehoben, dann auf ein Rollfahrwerk gesetzt und über eine improvisierte Rampe aus dem Kellerabgang manövriert. Ohne vorherige Besichtigung wäre dieser Weg nicht planbar gewesen.

Womit wir arbeiten und wie wir sichern

Die Ausrüstung entscheidet über Erfolg oder Schaden. Zu unserem Standard gehören Schwerlast-Tragegurte und Trageschlaufen, mit denen zwei Personen die Last auf Rücken und Schultern statt auf die Handgelenke legen, dazu Panzerrollen und Rollfahrwerke für flaches Gelände, ein elektrischer Treppensteiger für Stufen sowie Hydraulikheber für den Millimeterbereich. Für Fassaden-Transporte setzen wir einen Möbellift oder Außenaufzug ein, der bis in obere Etagen reicht.

Gesichert wird in mehreren Schichten. Kanten und empfindliche Flächen bekommen Polstermatten und Wellpappe, der eigentliche Halt kommt von Ratschengurten mit definierter Zugkraft. Im Fahrzeug steht jedes Stück formschlüssig zwischen Sperrbalken und Zurrpunkten, damit beim Bremsen an einer Berliner Ampel nichts wandert. Böden und Treppenhäuser schützen wir mit Fahrplatten und Kantenschutz, denn ein Schaden am Gemeinschaftseigentum ärgert am Ende alle Parteien im Haus. Wie wir generell mit sperrigen Einzelstücken umgehen, zeigt auch unsere Seite zum Möbeltransport.

Über allem liegt die Transportversicherung. Sollte trotz sorgfältiger Sicherung etwas passieren, ist der Wert des Stücks abgesichert. Als Fachbetrieb mit AMÖ- und VVL-Mitgliedschaft und als anerkannter IHK-Ausbildungsbetrieb arbeiten wir nach den Regeln, die unsere Azubis von Anfang an lernen: sauberer Anschlagpunkt, klare Kommandos, nie unter der schwebenden Last.

Warum wir vorher vorbeikommen

Einen schweren Transport verkaufen wir nicht über eine schnelle Telefonpauschale. Vor jedem Auftrag steht die Besichtigung, oft dauert sie keine halbe Stunde. Dabei messen wir Türbreiten, Treppenhausradien und die Deckenhöhe, prüfen den Zustand der Stufen und klären, ob Rollen, Treppensteiger oder gleich der Außenaufzug die richtige Wahl sind.

Am Objekt entscheidet sich auch, wie viele Leute wir brauchen und wie lange der Einsatz dauert. Ein Tresor, der drei enge Etagen hoch muss, ist ein anderer Aufwand als ein Klavier im Erdgeschoss. Gehört zur Adresse eine viel befahrene Straße in Mitte oder Friedrichshain, richten wir zusätzlich eine Halteverbotszone ein, damit das Fahrzeug direkt am Eingang steht und die Tragestrecke kurz bleibt. Nach der Besichtigung bekommen Sie einen Festpreis, an den wir uns halten, ohne Nachschlag am Tag des Transports.

Was ein Schwertransport in Berlin kostet

Einen festen Tarif gibt es nicht, und wer Ihnen am Telefon eine runde Summe nennt, ohne das Objekt gesehen zu haben, rät. Der Preis hängt an ein paar konkreten Faktoren: dem Gewicht und den Maßen des Stücks, der Etage und dem Zustand des Treppenhauses, der nötigen Technik vom einfachen Rollfahrwerk bis zum Außenaufzug, der Zahl der eingesetzten Kräfte und der Frage, ob eine Halteverbotszone dazukommt.

Ein Klavier im Erdgeschoss ist deutlich günstiger als ein halbe Tonne schwerer Tresor, der über vier Etagen und eine Wendeltreppe muss. Statt einer Fantasiezahl geben wir Ihnen deshalb nach der Besichtigung einen verbindlichen Festpreis. So wissen Sie vorher, woran Sie sind. Fragen zum Transport eines konkreten Stücks beantworten wir am schnellsten am Telefon unter 030 – 12 02 19 01 oder direkt über unser Umzugsunternehmen Berlin.

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