7. November 2025
25. August 2025
7. November 2025
25. August 2025
Der häufigste Schaden, den wir bei Mars Umzügen auf dem Transporter sehen, entsteht nicht beim Tragen, sondern schon beim Packen: ein halb gefüllter Karton, in dem das Geschirr auf der Fahrt über das Kopfsteinpflaster in Prenzlauer Berg gegeneinanderschlägt. In über sechs Jahren und mehr als 2.000 Umzügen in Berlin haben wir gelernt, dass gut gepackte Kartons den Umzugstag mehr entlasten als jeder zusätzliche Träger. Ein sauber gepackter Karton lässt sich sicher stapeln, schnell tragen und im neuen Zuhause ohne Rätselraten dem richtigen Raum zuordnen. Wie Sie genau das erreichen, damit nichts verrutscht, reißt oder zu Bruch geht, zeigen wir Ihnen hier Schritt für Schritt aus der Praxis.
Die Frage kommt bei fast jeder Besichtigung als Erstes, und die ehrliche Antwort lautet: mehr, als die meisten schätzen. Als grobe Faustregel rechnen wir mit etwa 10 bis 15 Kartons pro Person für einen normal ausgestatteten Haushalt. Ein Single in einer Ein-Zimmer-Wohnung in Friedrichshain kommt oft mit 15 bis 20 Kartons aus, eine vierköpfige Familie in einer Altbauwohnung liegt schnell bei 60 bis 80. Wer viele Bücher, Deko oder eine gut gefüllte Küche hat, legt noch einmal deutlich drauf.
Verlassen Sie sich nicht auf ein Bauchgefühl, sondern rechnen Sie den Bedarf einmal durch. Unser Umzugskarton-Rechner schätzt anhand von Personenzahl, Wohnfläche und Hausratmenge, wie viele Kartons realistisch sind. Und ein Erfahrungswert aus unseren Berliner Umzügen: Planen Sie etwa 15 Prozent mehr ein, als Sie schätzen. Am Umzugstag noch Ersatz zu besorgen, kostet Zeit, die Sie an anderer Stelle dringender brauchen, gerade wenn die Halteverbotszone vor der Tür nur für ein begrenztes Zeitfenster eingerichtet ist.
Bevor Sie den ersten Karton falten, sollte das Material bereitstehen. Besorgen Sie Kartons in verschiedenen Größen, denn die Größe entscheidet über das Gewicht. Kleine, stabile Kartons sind für Schweres wie Bücher, Werkzeug und Geschirr da; große Kartons füllen Sie nur mit Leichtem wie Bettzeug, Kissen und Decken. Ein häufiger Fehler ist der große Karton voller Bücher: Er wird so schwer, dass ihn niemand mehr heben kann, und der Boden reißt beim Anheben.
Neben den Kartons gehören diese Dinge auf Ihre Materialliste, damit das Packen nicht ins Stocken gerät:
Der günstigste Karton ist der, den Sie gar nicht packen müssen. Bevor Sie loslegen, lohnt sich eine ehrliche Runde durch Keller, Schränke und Abstellkammer. Kleidung, die seit zwei Jahren im Schrank hängt, ohne getragen zu werden, Geräte, die nie liefen, doppeltes Geschirr: All das kostet Sie beim Umzug Kartons, Zeit und am Ende Transportvolumen. In Berlin lassen sich gut erhaltene Dinge über die bekannten Kleinanzeigen-Portale oder Sozialkaufhäuser schnell weitergeben, Sperriges bringen Sie zum Recyclinghof der BSR. Wer vor dem Packen ausmistet, spart oft einen ganzen Quadratmeter Ladefläche, und das schlägt sich direkt im Umzugspreis nieder.
Ein Karton reißt fast nie an der Seite, sondern am Boden. Falten Sie die Bodenlaschen deshalb nicht nur ineinander, denn die klassische Verschränkung, bei der die vier Laschen sich gegenseitig halten, gibt bei schwerem Inhalt nach. Legen Sie die Laschen flach übereinander und kleben Sie den Boden mit starkem Paketband ab, einmal längs über die Mittelnaht und einmal quer. Diese kurze H-Form aus Klebeband ist der Unterschied zwischen einem Karton, den man oben trägt, und einem, dessen Inhalt im Treppenhaus liegt. Prüfen Sie jeden gepackten Karton, indem Sie ihn einmal kurz anheben, bevor er auf den Stapel kommt. Gibt der Boden nach, kleben Sie nach.
Nicht jeder Gegenstand will gleich gepackt werden. Diese Handgriffe wenden wir bei jedem Umzug an, und sie machen den größten Unterschied beim Schutz vor Bruch:
Geschirr und Porzellan: Wickeln Sie jedes Teil einzeln ein, Teller für Teller, Tasse für Tasse. Teller stellen wir hochkant nebeneinander in den Karton, wie Schallplatten, nicht flach gestapelt, denn hochkant brechen sie deutlich seltener. Zwischen die Lagen kommt ein weicher Puffer aus Papier oder Handtüchern, und jeder Hohlraum wird gefüllt, bis sich beim leichten Schütteln nichts mehr bewegt.
Gläser und Zerbrechliches: Gläser werden einzeln in Papier gewickelt und stehend eingeräumt, nie liegend. Hohe Weingläser sind besonders empfindlich am Stiel, hier lohnt sich eine zusätzliche Lage. Auch das Innere hohler Gefäße füllen Sie mit zerknülltem Papier aus.
Bücher: Bücher kommen flach liegend oder mit dem Rücken nach unten in kleine Kartons, nie auf die empfindliche Schnittkante gestellt. Kleine Kartons sind hier Pflicht, sonst wird das Gewicht unbeherrschbar.
Kleidung: Was auf Bügeln hängt, wandert am besten direkt in eine Kleiderbox mit Stange und bleibt so knitterfrei. Gefaltete Kleidung darf schwerere Kartons ausfüllen oder als Polster zwischen zerbrechlichen Dingen dienen.
Elektronik: Fernseher, Monitore und Computer reisen am sichersten im Originalkarton. Fehlt der, umwickeln Sie die Geräte großzügig mit Decken und polstern rundherum. Fotografieren Sie vor dem Abbau die Verkabelung, das erspart im neuen Zuhause viel Sucherei.
Lampen, Bilder und Spiegel: Rahmen und Glasflächen mit Decken oder Luftpolsterfolie schützen und immer hochkant transportieren. Flach gelegt bricht Glas unter dem geringsten Druck.
Flüssiges und Putzmittel: Öffnungen mit Frischhaltefolie unter dem Deckel abdichten und diese Kartons getrennt und aufrecht halten, damit nichts ausläuft und Textilien ruiniert.
Beschriften Sie alle empfindlichen Kartons gut sichtbar mit „Vorsicht, zerbrechlich“, damit klar ist, dass hier niemand einen schweren Karton oben drauf stellt.
Packen Sie raumweise, nicht kreuz und quer. Alles aus dem Schlafzimmer kommt in Schlafzimmer-Kartons, alles aus der Küche in Küchen-Kartons. So stehen im neuen Zuhause alle Kartons dort, wo sie hingehören, und Sie tragen nichts doppelt. Am wichtigsten ist die Beschriftung, und zwar an der Seite des Kartons statt oben. Sobald die Kartons gestapelt stehen, sehen Sie die Oberseite nämlich nicht mehr. Notieren Sie den Zielraum und ein, zwei Stichworte zum Inhalt, etwa „Küche, Töpfe“, das genügt.
Wir arbeiten in unseren Umzügen gern mit Farben: pro Raum eine Farbe, ein passender Klebepunkt am Karton und einer neben der Tür im neuen Zuhause. Dann weiß auch das Team, das die neue Wohnung zum ersten Mal sieht, sofort, wo jeder Karton hingehört, ohne bei jedem Stück nachzufragen. Bei einem typischen Berliner Wohnungswechsel spart das am Ausräum-Ende schnell eine halbe Stunde. Wenn Sie besonders gründlich sein wollen, führen Sie zusätzlich eine kurze nummerierte Liste, auf der steht, was in Karton 1, 2, 3 liegt.
Eine Kiste sollten Sie sich getrennt halten und deutlich als „zuerst öffnen“ markieren. Hinein kommt alles, was Sie am ersten Abend und Morgen im neuen Zuhause brauchen, bevor Sie ans Auspacken denken: Toilettenpapier, Handseife und ein Handtuch, Ladekabel und Steckerleiste, ein paar Teller, Besteck und zwei Tassen, Kaffee oder Tee, Wasserkocher, wichtige Medikamente, ein Set Bettwäsche pro Person, Duschzeug und ein Multitool oder Schraubendreher. Diese Kiste fährt am besten bei Ihnen im Auto mit, nicht im Umzugswagen, damit sie garantiert als Erstes greifbar ist.
Das beste Packen nützt wenig, wenn Sie sich beim Tragen den Rücken ruinieren. Heben Sie aus den Beinen, nicht aus dem Rücken: in die Hocke gehen, den Karton nah am Körper halten und mit geradem Rücken hochdrücken. Kartons mit Grifflöchern lassen sich sicherer greifen, und wer die Griffe nutzt, verkantet sich seltener im Treppenhaus. Halten Sie das Gewicht pro Karton unter etwa 20 kg, dann bleibt jeder Karton für eine Person allein tragbar. Für schwere oder sperrige Stücke gilt die einfachste Regel überhaupt: zu zweit tragen. Im Berliner Altbau ohne Aufzug, wo es schon mal in den vierten Stock geht, ist genau das der Punkt, an dem sich ein eingespieltes Umzugsteam auszahlt.
Beginnen Sie rund vier Wochen vor dem Umzug, und zwar mit allem, was Sie bis dahin ohnehin nicht brauchen: Bücher, Deko, saisonale Kleidung, Küchengeräte, die nur an Feiertagen zum Einsatz kommen, der Inhalt von Keller und Abstellkammer. Diese Räume zuerst zu leeren, hat einen praktischen Nebeneffekt: Sie schaffen Platz, um gepackte Kartons zwischenzulagern, ohne dass die Wohnung zur Stolperfalle wird. In den letzten Tagen packen Sie dann, was Sie täglich nutzen, und ganz zum Schluss Küche und Bad.
Leere Kartons, die Sie später zurückgeben oder noch einmal brauchen, lagern Sie flach zusammengelegt an einem trockenen Ort. Feuchte Keller weichen die Pappe auf, und ein aufgeweichter Karton trägt kein Gewicht mehr.
Nicht jeder hat vor dem Umzug drei freie Abende zum Einpacken. Wenn die Zeit knapp ist, Sie viel empfindliches Gut haben oder körperlich nicht schwer heben sollten, übernimmt unser Team das Packen auf Wunsch komplett, inklusive Material. Gerade bei Klaviertransporten, Antiquitäten oder einer gut gefüllten Vitrine ist das oft günstiger, als es zunächst klingt, weil professionell gepacktes Gut auf der Fahrt schlicht nicht kaputtgeht. Wenn Sie unsicher sind, was für Ihren Umzug sinnvoll ist, sprechen Sie uns einfach an. Alles rund um unseren Privatumzug in Berlin finden Sie auch auf unserer Leistungsseite.
Alles, was Sie in den Wochen vor dem Umzug nicht brauchen: Bücher, Deko, saisonale Kleidung und den Inhalt von Keller und Abstellkammer. So schaffen Sie früh Platz für die gepackten Kartons.
Schweres nach unten, Leichtes nach oben, jeden Hohlraum auffüllen, damit nichts verrutscht. Bücher und Geschirr gehören in kleine Kartons, Zerbrechliches wird einzeln eingewickelt.
Als Faustregel etwa 10 bis 15 Kartons pro Person, bei vielen Büchern oder einer großen Küche mehr. Rechnen Sie den Bedarf am besten mit unserem Umzugskarton-Rechner durch und planen Sie rund 15 Prozent Reserve ein.
Nicht über 20 kg pro Karton. Das entspricht ungefähr einem zu zwei Dritteln gefüllten Bücherkarton. Alles darüber wird im Treppenhaus zur Belastung und erhöht das Risiko, dass der Boden reißt.
Beginnen Sie etwa vier Wochen vorher mit selten genutzten Dingen. Was Sie täglich brauchen, kommt erst in den letzten zwei bis drei Tagen in die Kartons, Küche und Bad ganz zum Schluss.
Jedes Teil einzeln einwickeln, Teller hochkant statt flach einräumen, Gläser stehend einräumen und alle Hohlräume ausfüllen. Der Karton sollte sich beim Schütteln nicht bewegen.
Räume, die Sie nicht täglich nutzen: Keller, Abstellkammer, Gästezimmer. Küche und Bad kommen zuletzt.
Ja. Unser Team übernimmt auf Wunsch das komplette Packen samt Material, besonders sinnvoll bei wenig Zeit, empfindlichem Gut oder wenn Sie nicht schwer heben können. Kontaktieren Sie uns für ein unverbindliches Angebot.
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