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Sobald die ersten Kartons in der Wohnung stehen, weiß die Katze Bescheid: Hier verändert sich etwas. Katzen binden sich stärker an ihr Revier als an Menschen, und genau das macht den Umzug für sie zur Belastung. In unseren Berliner Umzügen sind Katzen die Mitbewohner, die am empfindlichsten reagieren, oft schon Tage vorher. Mit etwas Vorlauf lässt sich der Stress aber deutlich abfedern. Hier die Punkte, die aus unserer Erfahrung wirklich zählen, von der Vorbereitung über den Transport bis zur Eingewöhnung und dem Papierkram danach. Einen Überblick für alle Tierarten finden Sie in unserem Ratgeber Umzug mit Tieren.

Warum Katzen den Umzug so schwer nehmen

Katzen registrieren kleinste Veränderungen. Verschwindet der gewohnte Sessel und tauchen stattdessen Kartons auf, werden viele unruhig, verstecken sich oder fressen schlechter. Der Grund liegt in ihrer Natur als Reviertiere: Ihr Zuhause ist mit ihrem eigenen Geruch markiert und gibt Sicherheit. Ein Umzug reißt diese Markierung weg. Deshalb ist der wichtigste Hebel Zeit. Je früher Sie anfangen und je mehr Vertrautes Sie mitnehmen, desto weniger überfällt der Umzug Ihre Katze. Besonders sensible Rassen wie die Ragdoll oder die Scottish Fold brauchen erfahrungsgemäß mehr Vorlauf als robustere Tiere, aber das Prinzip gilt für jede Katze.

Vorbereitung: die Transportbox zum vertrauten Ort machen

Die Transportbox ist für viele Katzen mit dem Tierarztbesuch verknüpft, also mit Stress. Diese Verknüpfung lösen Sie auf, indem Sie die Box schon zwei bis drei Wochen vorher offen an einen ruhigen Platz stellen, eine vertraute Decke hineinlegen und ab und zu ein Leckerli darin verstecken. So wird die Box vom Angstort zum normalen Rückzugsplatz. Lassen Sie die gewohnten Dinge Ihrer Katze, Kratzbaum, Näpfe, Lieblingsdecke, so lange wie möglich stehen; sie tragen ihren Geruch und sind der Anker in der Umbruchphase. Waschen Sie diese Dinge vor dem Umzug nicht, gerade der vertraute Geruch beruhigt.

Bei sehr nervösen Katzen können Pheromon-Produkte helfen. Zerstäuber oder Stecker geben synthetische Wohlfühl-Botenstoffe ab, die viele Katzen als beruhigend empfinden. Beginnen Sie damit einige Tage vor dem Umzug, nicht erst am Umzugstag, dann kann die Wirkung sich aufbauen.

Rückzugsort für die Katze am Umzugstag

Am Umzugstag: ein sicherer Raum mit geschlossener Tür

Am Umzugstag gehört Ihre Katze in einen ruhigen Raum, abseits von offenen Türen und Trägern mit Schränken auf den Armen. Statten Sie ihn mit Kuscheldecke, Lieblingsspielzeug, Wasser und Katzentoilette aus und hängen Sie einen Zettel an die Tür, damit unser Team sie garantiert geschlossen hält. Das ist kein Übervorsichtigsein: Eine Katze, die im Berliner Altbau-Treppenhaus durch die offene Wohnungstür entwischt, ist im fremden Umfeld schwer wieder einzufangen, und neugierige Rassen wie die Bengalkatze nutzen jede Lücke. Wenn es möglich ist, ist die Betreuung bei Freunden oder in einer Tierpension für diesen einen Tag die stressfreieste Lösung.

Füttern Sie Ihre Katze am Umzugsmorgen eher sparsam. Eine leichte Mahlzeit einige Stunden vor der Fahrt liegt besser im Magen als eine volle Portion, denn Stress und Bewegung führen sonst leicht zu Übelkeit in der Box.

Katze sicher transportieren beim Umzug

Der Transport ins neue Zuhause

Für die Fahrt brauchen Sie eine stabile, gut belüftete Box, in der Ihre Katze sich hinlegen und umdrehen kann. Große Rassen wie die Maine Coon brauchen entsprechend geräumige Boxen. Legen Sie eine weiche, saugfähige Unterlage hinein und decken Sie die Box während der Fahrt mit einem leichten Tuch ab, das nimmt die visuellen Reize und beruhigt.

Zur Frage des Transportmittels: Ihre Katze fährt bei Ihnen im Auto mit, im Fußraum hinter dem Beifahrersitz oder gesichert auf der Rückbank, nie im Laderaum des Umzugswagens. Dort ist es dunkel, laut und die Temperatur schwankt zu stark. Sprechen Sie ruhig mit Ihrer Katze und vermeiden Sie hektisches Fahren. Kurze Strecken innerhalb Berlins sind meist schnell überstanden; bei längeren Fahrten gilt: Box zu, Ruhe bewahren, keine Öffnung unterwegs.

Eingewöhnung der Katze im neuen Zuhause

Eingewöhnung: ein Zimmer nach dem anderen

Im neuen Zuhause bekommt Ihre Katze zuerst nur einen Raum, in dem vertraute Dinge wie Kratzbaum, Näpfe und Schlafplatz stehen. Von diesem sicheren Ausgangspunkt aus erobert sie sich die Wohnung in ihrem eigenen Tempo. Ein Tipp aus der Praxis: Ordnen Sie die Möbel und Katzengegenstände im neuen Zuhause anfangs ähnlich an wie in der alten Wohnung, wenn es der Grundriss zulässt. Der vertraute Aufbau hilft der Katze, sich schneller zurechtzufinden.

Halten Sie Fütterungs- und Spielzeiten wie gewohnt bei; diese Verlässlichkeit reduziert den Stress mehr als alles andere. Anhängliche Katzen wie die Siamkatze beruhigt es zusätzlich, wenn Sie in den ersten Tagen viel Zeit mit ihnen verbringen. Stresssignale wie Verstecken unter dem Bett, leises Jammern oder vermehrtes Putzen sind in den ersten Tagen normal und legen sich meist von selbst. Frisst Ihre Katze anfangs schlechter, ist das ebenfalls oft Stress; bieten Sie ihr das gewohnte Lieblingsfutter an und lassen Sie sie in Ruhe.

Freigänger: erst nach Wochen wieder nach draußen

Wenn Ihre Katze Freigang gewohnt ist, kommt jetzt die Geduldsprobe. Halten Sie Freigänger mindestens drei bis vier Wochen im Haus, bevor Sie sie das erste Mal nach draußen lassen. Der Grund: Katzen orientieren sich über ihr Revier und laufen sonst zur alten Wohnung zurück, manchmal über weite Strecken und durch gefährlichen Berliner Straßenverkehr. In diesen Wochen verankert sich das neue Zuhause als sicherer Ausgangspunkt.

Öffnen Sie die Tür das erste Mal am besten vor der Fütterung, wenn die Katze hungrig ist und zuverlässig zurückkommt. Lassen Sie sie zunächst nur kurz und unter Aufsicht hinaus. Für Abenteurer wie die Norwegische Waldkatze, die weite Strecken zurücklegen, ist diese Wartezeit besonders wichtig.

Freigang der Katze erst nach der Eingewöhnung

Mehrere Katzen: Ruhe bewahren beim Zusammenleben

Leben mehrere Katzen im Haushalt, kann der Umzug die gewohnte Rangordnung durcheinanderbringen. Manchmal fauchen sich Tiere, die sich sonst gut verstehen, in den ersten Tagen an, weil der vertraute, gemeinsame Geruch fehlt. Geben Sie jeder Katze anfangs ihren eigenen Rückzugsplatz mit eigenem Napf und, als Faustregel, eine Katzentoilette pro Katze plus eine zusätzliche. Meist normalisiert sich das Zusammenleben nach einigen Tagen von selbst. Bleibt die Spannung, hilft es, die Tiere zeitweise räumlich zu trennen und langsam wieder zusammenzuführen.

Nach dem Umzug: Chip-Adresse und Papiere aktualisieren

Ein Punkt, den viele vergessen und der gerade bei Katzen wichtig ist: Aktualisieren Sie Ihre Adresse dort, wo Ihre Katze registriert ist. Ist Ihre Katze gechippt und bei einem Haustierregister wie Tasso oder Findefix gemeldet, ändern Sie dort umgehend Ihre Kontaktdaten. Trägt sie ein Halsband mit Adressanhänger, tauschen Sie diesen aus. Nur so findet Ihre Katze den Weg zurück zu Ihnen, falls sie in der ungewohnten Umgebung einmal ausbüxt, und genau in den ersten Wochen nach dem Umzug ist dieses Risiko am größten. Suchen Sie außerdem einen Tierarzt in der neuen Nachbarschaft und lassen Sie die Patientenakte übertragen.

Damit Sie am Umzugstag den Kopf für Ihre Katze frei haben, nehmen wir Ihnen den schweren Teil ab, vom Packen über den Transport bis zur Halteverbotszone vor der Tür. Sprechen Sie uns an, wir erstellen Ihnen ein unverbindliches Angebot für Ihren Umzug in Berlin.

FAQ: Häufig gestellte Fragen zum Umzug mit Katzen

FAQ: Umzug mit Katzen

Wie gewöhne ich meine Katze an die Transportbox?

Stellen Sie die Box zwei bis drei Wochen vorher offen in die Wohnung und verstecken Sie ab und zu ein Leckerli darin. So verbindet Ihre Katze die Box mit etwas Positivem statt nur mit dem Tierarzt.

Wie vermeide ich Stress für meine Katze am Umzugstag?

Richten Sie einen ruhigen Rückzugsraum mit geschlossener Tür ein oder geben Sie die Katze für den Tag in Betreuung. Beides hält sie vom Lärm und von offenen Türen fern. Ein Pheromon-Produkt kann zusätzlich beruhigen.

Wann darf meine Katze nach dem Umzug wieder nach draußen?

Freigänger sollten frühestens nach drei bis vier Wochen ins Freie, damit sie das neue Zuhause als Revier annehmen. Sonst laufen sie zur alten Wohnung zurück. Lassen Sie sie das erste Mal hungrig vor der Fütterung raus.

Was mache ich, wenn meine Katze nach dem Umzug nicht frisst?

Ein vorübergehend geringerer Appetit ist meist Stress. Bieten Sie das gewohnte Lieblingsfutter an und geben Sie ihr Ruhe. Frisst sie länger als zwei Tage gar nicht, fragen Sie den Tierarzt.

Muss ich nach dem Umzug etwas ummelden?

Ja. Aktualisieren Sie Ihre Adresse im Haustierregister (Tasso, Findefix) und am Adressanhänger des Halsbands, damit Ihre gechippte Katze zuordenbar bleibt. Suchen Sie außerdem einen Tierarzt in der Nähe.

Wie lange dauert es, bis sich meine Katze eingewöhnt hat?

Das hängt von Charakter und Rasse ab. Manche Katzen sind nach wenigen Tagen entspannt, andere brauchen mehrere Wochen. Eine stabile Routine beschleunigt das spürbar.

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